WEICHTEILCHIRURGIE

 

Wir führen in unserem Operationsraum, in dem wir am OP-Tisch bei Bedarf interoperative Röntgen durchführen können, Weichteiloperationen an Haus- und Heimtieren durch. Schonende, steuerbare Narkosen und Schmerzmittelabdeckung während und nach der Operation verkürzen die Aufwachphase und begünstigen Regeneration und Heilung nach dem Eingriff. Weichteilchirurgische Eingriffe können bei Notfallpatienten trotz suboptimaler Voraussetzungen notwendig sein. Bei geplanten Eingriffen empfehlen wir aber – insbesondere bei älteren Patienten – eventuelle Narkoserisiken im Vorfeld durch eine Blutuntersuchung und ein Herz-Lungen-Röntgen abzuklären.

Bitte berücksichtigen Sie unsere individuellen Empfehlungen bezüglich Fütterung, Medikamentenverabreichung und Bewegung am Vortag, Operationstag und im Rahmen der Nachbehandlung. Sorgen sie nach Abholung Ihres Tieres bitte für eine ruhige, warme und eventuell leicht abgedunkelte Umgebung und melden Sie sich bei uns, wenn sich Atmung, Körpertemperatur oder Verhalten Ihres Tieres auffällig verändern oder Sie den Eindruck haben, dass Ihr Tier Schmerzen hat.

Nach den meisten chirurgischen Eingriffen bei Hunden und Katzen ist ein Leckschutz erforderlich. Während bei kleinen Wunden ein Verband oft ausreichend sind, ist bei größeren oder für das Tier leicht erreichbaren Stellen bis zur Nahtentfernung ein Leck- & Beißschutz in Form eines Trichters und idealerweise die Anwesenheit des Tierhalters erforderlich. Sollten Sie an Alternativen zum Trichter (OP-Bodys, aufblasbare Schutzkrägen, Beinmanschetten, Bitterspray, elastische Binden mit Bitterstoffen,...) interessiert sein, die das Sichtfeld des Tieres nicht einschränken und bequemer sind, sprechen Sie uns bitte mindestens eine Woche vor dem Eingriff darauf an. Wir beraten Sie gerne über für Ihr Tier sinnvolle und teilweise auch bei uns erhältliche bzw. bestellbare Produkte.

Da nach gewissen Operationen und bei sehr bewegungsfreudigen Tieren für einige Tage eine Ruhigstellung für die Heilung erforderlich ist, kann es in den ersten Tagen notwendig sein, insbesondere operierte Patienten in einem Käfig oder kleinen Zimmer zu lassen. Wir empfehlen daher, Katzen und Hunde für alle Fälle von Anfang an an den kurzfristigen Aufenthalt in Boxen oder Käfigen zu gewöhnen.

Einen Großteil der Weichteiloperationen in unserer Kleintierpraxis machen Kastrationen von Katzen, Hunden, Kaninchen, Meerschweinchen, Mäusen, Ratten und Hamstern aus. In Österreich besteht seit April 2016 Kastrationspflicht für Freigänger-, Streuner- und Bauernhofkatzen. Da seit einigen Jahren im Zusammenhang mit Kastrationen des Hundes zunehmend die negativen Auswirkungen auf Gesundheit und Verhalten diskutiert werden, informieren wir Sie gerne über Indikationen für Kastrationen bei der Hündin und beim Rüden, über Risiken und Alternativen.

 

Hundehaltern, die eine Kastration ihres Rüden in Erwägung ziehen, raten wir, im Vorfeld einen Testlauf mit einem Suprelorin-Implantat („Kastrations-Chip“) durchzuführen, um die nach einer chirurgischen Kastration zu erwartenden Auswirkungen auf das Verhalten des Rüden abschätzen zu können.

Weiterführende Literatur zum Thema finden Sie unter MEHR INFORMATION/TIERMEDIZINISCHES/„KASTRATION“ und unter MEHR INFORMATION/EIGENE UND FREMDE FEDERN/„KOMPAKTE BEGRIFFSKLÄRUNG ZUM THEMA UNFRUCHTBARMACHUNG“.

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