Kastration oder Sterilisation ….. das ist hier die Frage!



Ist das nicht das gleiche? Nein, ist es nicht.

Bei einer Kastration wird das Tier unfruchtbar gemacht und die weitere Produktion von Hormonen für immer unterbunden. Das geschieht, indem der Katzen die Eierstöcke und dem Kater die Hoden entfernt werden.

Sowohl bei männlichen als auch weiblichen Katzen spricht man daher von Kastration.


Auch bei einer Sterilisation werden die Katzen unfruchtbar gemacht, allerdings ohne die Hormonproduktion zu unterbinden. Sowohl Hoden als auch Eierstöcke bleiben erhalten und sind weiterhin hormonell aktiv. Eine Sterilisation verhindert ausschließlich den Transport von Samen-/Eizellen, da die Samen-/Eileiter abgebunden werden.


Der operative Aufwand ist bei beiden Eingriffen ähnlich, es ist eine Vollnarkose nötig.

Besprechen sie mit Ihrem Tierarzt welche Variante in ihrem Fall geeignet und wann der richtige Zeitpunkt für den Eingriff ist.

Beachten sie bitte, dass ihr Liebling nüchtern zum OP-Termin erscheint. Anderenfalls ist die Gefahr von Komplikationen während der Narkose zu groß.


Mittels Sterilisation ist ihre Katze/ ihr Kater zeugungsunfähig, die hormonell gesteuerten Anzeichen der Paarungsbereitschaft wie Rolligkeit und Markierverhalten, sowie das Risiko hormonell bedingter Erkrankungen (z.B. bösartige Tumore, Gebärmuttervereiterung) bleiben bestehen.


Katzen werden ca. ab dem fünften Lebensmonat geschlechtsreif – die Empfängnisbereitschaft, die sogenannte „Rolligkeit“ tritt unübersehbar und unüberhörbar ein: Die Katze versucht durch laute Schreie einen paarungsbereiten Kater herbeizulocken. Zu diesem Zweck setzt sie oft Duft- und Kratzmarken ab. Diese Phasen wiederholen sich im Frühjahr und Herbst in zwei- bis dreiwöchigem Abstand. Die Rolligkeit endet erst mit der Deckung durch einen Kater oder wenn der Zyklus zum Winter hin durch abnehmendes Tageslicht unterbrochen wird.

Eine rollige Katze ist unruhig und gestresst – und das übertragt sich über kurz oder lang auch auf ihre Besitzer.

Mit einer Kastration endet das mit der Paarungsbereitschaft verbundenen Verhalten der Katze. In der Wohnung gehaltene Katzen sind häufig „dauerrollig“, wodurch der Stress für das Tiere verstärkt wird und nicht selten zu Gebärmutterentzündungen führt. Der Zeitpunkt der Kastration ist bei der Kätzin frei wählbar (im Gegensatz zur läufigen Hündin kann eine Katze auch während der Rolligkeit kastriert werden).


Ein Kater kann ab dem 6. Monat kastriert werden, da dann die Hormonproduktion richtig angekurbelt wird. Er ist paarungsbereit und geht auf Brautschau. Abgesehen von den Revierkämpfen mit Artgenossen ist er auch durch den Straßenverkehr großen Gefahren ausgesetzt. Der Kater beginnt sein Revier mit äußerst penetrant stinkendem Urin zu markieren. Diese streng riechenden Harnmarken sind nur sehr schwer aus Teppichen und Pölstern zu entfernen. Zusätzlich setzen auch Kater Kratzspuren an Wänden und Möbel.

Kater sollten zeitnahe nach Beginn des Markierens kastriert werden, da sie sich ein über längere Zeit angewöhntes Verhalten der Paarungsbereitschaft auch nach der Kastration nur langsam abgewöhnen.


Veränderungen, die nach der Kastration zu beobachten sind…

Abgesehen von den bereits erwähnten positiven Verhaltensveränderungen der Katzen nach einer Kastration, kann auch eine Gewichtszunahme beobachtet werden.

Ein veränderter Stoffwechsel ist auf die mangelnde Hormonproduktion zurückzuführen. Kastrierte Tiere verbrauchen vom angebotenen Futter weniger Kalorien als zuvor. Der nicht verbrauchte Anteil wird in Fettpolstern angelegt.

Das bedeutet, dass nach der Operation die zugeführte Kalorienmenge jedenfalls reduziert werden sollte.

Dies funktioniert über eine Reduktion der angebotenen Futtermenge, wobei jedoch eine ausreichende Aufnahme aller benötigten Vitamine und Mineralstoffe gewährleistet werden muss. Eine Alternative ist, auf ein kalorienreduziertes Alleinfutter umzusteigen, welches alle nötigen Vitamine und Mineralstoffe enthält.


Zögern sie nicht und fragen ihre Tierarzt diesbezüglich um Hilfe, er berät sie gerne!