Auf den Zahn gefühlt….. Welche Rolle spielt die Zahngesundheit im Leben deines Hundes?



Aufmerksamen Hundehaltern ist bewusst, dass die Zahngesundheit ihres Lieblings wesentlichen Einfluss auf sein Wohlbefinden hat. Bereits ein bisschen Mundgeruch oder Verfärbungen sind bereits von wesentlicher Bedeutung und haben Einfluss auf den Gesundheitszustand deines Vierbeiners …..

Beim Hund ist Karies deutlich weniger problematisch als beim Menschen, hingegen stellen entzündliche Erkrankungen wie Parodontitis, Zahnstein oder unentdeckte Zahnfrakturen ein bedeutsames Risiko dar.

Ausschließlich regelmäßiges Zähneputzen und tierärztliche Kontrollen halten das Hundegebiss gesund. Karies wird beim Hund seltener diagnostiziert, da er bei artgerechter Haltung keinen Zucker zu sich nimmt. Hundehalter können aktiv die Zahngesundheit beim Hund fördern, wenn regelmäßiges Zähneputzen auf der Tagesordnung steht.


Zahngesundheit beginnt bereits beim Welpen

Das Milchgebiss wird nur wenige Wochen alt und dennoch können in diesem Zeitraum Probleme auftreten, die sich auf die Zahngesundheit des erwachsenen Hundes auswirken. Schadhafte Milcheckzähne (z.B. Frakturen, die durch Zerrspiele entstanden sind) sollten daher jedenfalls vom Tierarzt behandelt werden, sodass spätere schmerzhafte Gebissfehlstellung vermieden werden können. Tipp: Gewöhnen sie bereits ihren Welpe an die regelmäßige Zahnpflege, da ihr Hund dann auch als erwachsener Hund das Zähneputzen und die regelmäßige Gebisskontrolle tolerieren wird!


Ab dem Alter von ungefähr 18 Wochen präsentiert sich das dauerhafte Gebiss des Hundes in strahlendem Weiß. Jedoch darf die Festigkeit nicht überschätzen werden. Zieht ein Junghund zu heftig an Ästen und Stricken, kann es leicht zu Verletzungen kommen. Aus diesem Grund sollten übermäßige Belastungen vermieden werden.


Entzündliche Zahnerkrankungen durch Zahnstein

Zahnstein bildet sich an der Zahnoberfläche und ist als braun-gelbe Verfärbung gut sichtbar. Diese Verfärbungen verwandeln sich im Laufe der Zeit zu einer rauen, sehr festen Schicht, die einen günstigen Nährboden für schädliche Bakterien bilden. Wird der Zahnstein nicht entfernt, entzündet sich das Zahnfleisch. Die Folge sind schwere und schmerzhafte Entzündungen bis zum Zahnverlust und dem Rückgang des Kieferknochens. Gelangen die Bakterien in die Blutbahn, können sie Herzklappen-Veränderungen, Nierenprobleme oder Gelenkserkrankungen verursachen. Tipp: Lassen sie einmal jährlich eine Zahnkontrolle beim Tierarzt durchführen – so können entzündliche Erkrankungen rechtzeitig erkannt und zeitnahe behandelt werden!

Um den Zahnbelag nicht entstehen zu lassen, werden am Markt eine Vielzahl an Kauartikel angeboten. Bei der richtigen Auswahl, die den individuellen Bedürfnissen ihres Hundes entspricht, unterstützt sie gerne ihr Tierarzt.

Bedeutsam ist, dass durch die Reibung der Zahnbelag verhindert bzw. reduziert wird. Allerdings sollte ihrem Hund, unabhängig von ergänzenden Kauartikeln oder Spielzeug, regelmäßig die Zähne geputzt und er mit einer ausgewogenen Ernährung versorgt werden.

Ist der Zahnstein zu stark, wird dieser unter Narkose entfernt. Auf diese Weise wird gewährleistet, dass es zu keinen Folgeschäden für den Hund kommt, die seine Gesundheit gefährden können.


Abschließend ein paar Ideen für eine gezielte Zahnpflege, die Ihrem Hund nicht nur ein gesundes Leben, sondern auch den Erhalt des Gebisses bis ins hohe Alter sichern:

  • artgerechte Ernährung ohne Zuckerzusätze

  • regelmäßiges Zähneputzen mit einer weichen Zahnbürste und spezieller Hundezahnpasta

  • Anreichern des Trinkwassers mit speziellen Mundspülungen, welche die Zahnbeläge kontinuierlich lösen

  • kauen von speziellen Zahnpflegeprodukten (nach Absprache mit dem Tierarzt)

Kombiniert mit einer jährlichen Gebisskontrolle, bleibt das Hundegebiss gesund und starke, oft lang unbemerkte, Schmerzen können vermieden werden.