Altersvorsorge für ihren treuen Begleiter……was bedeutet das im Detail?!



Mit einem gesunden Hund zum Tierarzt? Wozu denn das?

Es gibt unzählige Gründe, weshalb sie ihren Liebling zumindest einmal pro Jahr einen gründlichen Check gönnen sollten…. Zur Routineuntersuchung beim Tierarzt zählen neben dem Abhören der Herztöne auch die Kontrolle von Zähnen, Krallen, Augen und Ohren sowie der Haut und des Fells.

Bei Hunden ab dem achten Lebensjahr sollte ergänzend ein Blutbild gemacht werden. Dies kann z.B. in Verbindung mit der Impfung erledigt werden, sodass kein zusätzlicher Termin vereinbart werden muss. Ergänzend können individuelle Untersuchungen oder Dienstleistungen, die speziell auf die Bedürfnisse ihres Vierbeiners abgestimmt sind, vorgenommen werden. Wie z.B. Beratung bei Diät- und Ergänzungsfutter, Kastration, Futterunverträglichkeit, Allergien, Verhaltensauffälligkeiten, Zahnpflege, ….

Zögern Sie nicht Ihren Tierarzt aktiv anzusprechen!


Wenn die Vorsorgeuntersuchung zur Routine wird…… Von der Hormonspritze, bis zur Kontrolle der Ohren nach Entzündungen oder der Behandlung von Parasiten leistet die Routineuntersuchung einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit des Hundes. Darüber hinaus sollte der Hund vor der Ausübung von besonderen Belastungen wie zum Beispiel dem Hundesport Agility vom Tierarzt untersucht werden. Ebenso ist ein klärendes Gespräch vor einer geplanten Reise empfehlenswert.

Ältere Hunde haben andere Bedürfnisse….. Abhängig von der Rasse und der damit variierenden Lebenserwartung zählen große Hunde ca. ab dem siebenten, kleine Rassen ab dem neunten Lebensjahr zu den Senioren. Es wird empfohlen Routineuntersuchungen präventiv alle sechs Monate durchzuführen. Der Schwerpunkt wird auf das Herz- und Kreislaufsystem sowie die Gelenke gelegt.

Bei der Festlegung der optimalen Therapie können Beobachtungen der Besitzer wertvoll und hilfreich sein. Sind Änderungen im Verhalten, Nahrungsverweigerung, Müdigkeit oder vermehrte Aufnahme von Wasser zu beobachten, können das bedeutsame Hinweise auf mögliche Erkrankungen sein.

Im höheren Lebensalter „wartet“ man nicht, bis bei der Routineuntersuchung Symptome auffallen, sondern es werden gezielt bestimmte Organe untersucht, die besonders häufig Probleme machen – z.B. Niere, Leber, Bauchspeicheldrüse, Nebenniere, Schilddrüse…

Eine Blutuntersuchung gibt Auskunft darüber, ob es Anhaltspunkte für Entzündungen, Infektionen o.ä. gibt.

Ein so genanntes „geriatrisches Profil“ dient zur Kontrolle von Leber-, Nieren-, Schilddrüsen- und Blutzuckerwerten. Besonders die genaue Überprüfung der Nieren ist sehr wichtig. Denn die chronische Niereninsuffizienz gehört zu den häufigsten Todesursachen bei alten Hunden. Um das Fortschreiten dieser Erkrankung zu verlangsamen, ist eine medikamentöse Therapie notwendig. Voraussetzung ist die rechtzeitige Diagnose durch den Tierarzt im Rahmen der regelmäßigen Kontrolluntersuchungen.


Beim kleinen Blutbild werden die roten und weißen Blutkörperchen (Erythrozyten und Leukozyten) sowie die Blutplättchen (Thrombozyten) untersucht. Die Untersuchung zählt zur Routine bei der allgemeinen Gesundheitsvorsorge, wird aber auch bei Verdacht auf Blutarmut (Anämie), Infektionen und Entzündungen angeordnet.

Die Untersuchung des flüssigen Blutanteils nutzt die Eigenschaft des Blutes, gelöste Stoffe durch den Körper zu transportieren. Ob es sich dabei um Nährstoffe, Hormone, Eiweiße, Fette oder Stoffwechselprodukte handelt, sie alle liefern Informationen, die für die Diagnose oder den Ausschluss von Erkrankungen von Bedeutung sein können. Bereits die Beschaffenheit und Farbe des Blutserums kann wertvolle Hinweise bei speziellen Fragestellungen geben.

Da ihr Vierbeiner sich nicht mitteilen kann, ist die Diagnose von Krankheiten oft schwieriger als bei Menschen.

Der Tierarzt vergleicht die Werte mit sogenannten Referenzbereichen. Das sind Bereiche von Werten, in denen die Blutwerte Ihres Hundes liegen dürfen, ohne auffällig zu sein. Wenn sich dabei herausstellt, dass einer oder mehrere der Werte außerhalb des normalen Bereichs liegen, ist das ein Anzeichen dafür, dass ein Organ nicht ordnungsgemäß funktioniert oder eine Infektion vorliegt.


Senioren bedürfen besonderer Pflege….

Die Muskulatur baut ab, die Knochen werden porös. Herz- Leber- und Nierenleistung nehmen ab und das Seh- und Hörvermögen lassen nach. Der Stoffwechsel verlangsamt sich und das Immunsystem wird schwächer.

Auch Farbe und Struktur des Fells bei älteren Hunden verändern sich: Das Fell verliert seinen Glanz und die Schnauze ergraut. Fell und Haut brauchen besondere Pflege. Der Hund muss regelmäßig auf Geschwüre und Hautprobleme untersucht werden.

Den Körper des Hundes einmal pro Woche auf Auffälligkeiten hin abtasten. Beim Abtasten können Schwellungen und Veränderungen des Gewebes entdeckt werden. Bei allen ungewöhnlichen Schwellungen – und besonders, wenn sich diese verändern – den Tierarzt aufsuchen.

Auch die Umstellung des Futters gehört zur Vorsorge. Im Alter werden die Hunde ruhiger und der Grundumsatz sinkt. Die Menge des Futters sollte der Aktivität entsprechend angepasst werden. Denn Übergewicht kann bei Hunden zu orthopädischen Problemen führen und vorhandene gesundheitliche Probleme verstärken.


Herz

Ein weiteres „Verschleißteil“ ist das Herz. Leider kann man bei weitem nicht jede Herzerkrankung durch Abhören feststellen. Außerdem ist das Herz ist ein Muskel, und kann daher lange durch Muskelwachstum Herzerkrankungen kompensieren. Symptome treten erst auf, wenn der Herzmuskel schon irreversibel geschädigt ist.

Ca. 25% aller 9-12 jährigen Hunde leiden an einer Herzklappenerkrankung (Mitralklappenendokardiose). Von den kleinen Hunderassen wie z.B. Dackel, Pudel, Yorkshireterrier u.ä. sind sogar noch mehr betroffen. Die rechtzeitige medikamentöse Behandlung dieser Herzklappenerkrankung verlängert die Zeit, die ein Hund trotz Herzerkrankung symptomfrei leben kann, einer aktuellen Studie zufolge um durchschnittlich 15 Monate – eine frühzeitige Diagnose ist daher ganz wichtig.

Die großen Hunderassen haben oft eine andere Herzerkrankung, die sogenannte DCM (dilatative Cardiomyopathie), die unerkannt zum plötzlichen Herztod führen kann. Eine DCM kann nicht per Abhören diagnostitziert werden.

Herzerkrankungen lassen sich nur durch eine Herzultraschalluntersuchung sicher feststellen.

Tumore

Leider sind Hunde recht krebsanfällig, Krebs ist die Haupttodesursache bei Hunden.

Bei jeder Routineuntersuchung wird Ihr Hund äußerlich auf tumorverdächtige Zubildungen abgetastet. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Lymphknoten, das Gesäuge, die Hoden und die Haut gelegt.

Aber auch innerlich steigt mit dem Alter die Wahrscheinlichkeit eines Tumorwachstums.

Daher raten wir zur Bauchultraschalluntersuchung um möglichst frühzeitig Veränderungen erkennen zu können.

Erkannt werden können dabei tumoröse und andere Veränderungen der inneren Organe wie von Leber, Galle, Nieren, Darm, Bauchspeicheldrüse, Nebennieren, Blase, Bauchlymphknoten, Prostata, Gebärmutter, Eierstöcke, Milz.

40% der Bauchtumore betreffen die Milz.